Statuten der Gilde Brückenbauer zu Sacrodunum

1. Historischer Hintergrund
Die profane Stadt Bad Säckingen ist bekannt durch den „Trompeter von Säckingen“, den „Kater Hiddigeigei“ sowie durch die längste, überdachte Holzbrücke in Europa, wobei die ersten beiden Elemente mit dem „Trompeter-Ahnen“ bzw. dem „Hiddigeigei-Ritter“ als Besonderheit bereits in das schlaraffische Spiel des Reyches Sacrodunum eingebunden sind.

Durch die enge Verbundenheit und Freundschaft des Reyches Sacrodunum mit vielen nahegelegenen, jedoch auch weiter entfernten Schweizer Reychen des Landesverbandes Helvetica liegt es nahe, auch die historische Holzbrücke als bestehendes Verbindungsstück von Bad Säckingen zur Schweiz als neues, symbolisches Element in das schlaraffische Spiel einzubringen.

2. Stiftung
Das Reych Sacrodunum, durch die historische und bekannte Holzbrücke direkt mit der Schweiz verbunden, hat die Stiftung

„Brückenbauer zu Sacrodunum“

ins Leben gerufen, um allen Schlaraffen des eigenen Reyches und befreundeter Reyche den Ansporn zu geben, in allen helvetischen Reychen einzureytten, in den selbigen zu fechsen und dadurch die Freundschaft und Verbundenheit zwischen dem Reych Sacrodunum und den helvetischen Reychen zu unterstreichen und zu festigen.

Die Stiftung besteht darin, dass die Auszeichnung eines „Brückenbauer zu Sacrodunum“ dann verliehen wird, wenn zum Zeitpunkt einer vollendeten Runde alle helvetischen Reyche besucht wurden und die dabei gehaltenen Eigenfechsungen auf der Eynrittsliste vom jeweiligen Kantzler bestätigt wurde.

Zum Zeitpunkt der Stiftungsgründung handelt es sich hierbei um nachfolgende zehn helvetische
Reyche:

Reych 19 Turicensis
Reych 25 Inclyta Basilea
Reych 70 Berna
Reych 153 Gallia Helevtica
Reych 324 Lulucerna
Reych 325 Aquae Heleveticae
Reych 334 Castrum Solodurum
Reych 359 Castrum Locarnense
Reych 397 Vitudurum
Reych 425 Im Birseck

Sollten neue Reyche entstehen oder bestehende Reyche erlöschen, so ist die zum Zeitpunkt der
Vollendung gültige Anzahl an Reychen maßgebend.

Es gibt keine zeitliche Begrenzung für die Vervollständigung der Eynrittsliste, sodass auch
berufstätigen Schlaraffen mit eingeschränkter Ausrittsmöglichkeit die Motivation für das Erlangen
dieser Auszeichnung erhalten bleiben soll.

3. Das Emblem
Das Emblem des „Brückenbauer zu Sacrodunum“ besteht aus insgesamt vier Teilen, hier in der
Anordnung von oben nach unten (siehe Anhang):

1. Blauer textiler Aufnäher mit gelbem gesticktem Schriftzug
„Sacrodunum“, Abbildung der Holzbrücke, Reychsnummer
„351“ und gelber Umrandung; daran mit zwei Metallösen
angehängt die Nachbildung der Rheinbrücke aus
bronzefarbenem Metall.
Sacrodunum2
2. Rhein-Anfangsstück aus Metall, bronzefarben und
strukturierter Oberfläche, mit Löchern versehen als
Trägerplatte für den weiteren Anhänger.
Sacrodunum3
3. Rhein-Mittelstück aus Metall, silberfarben und
strukturierter Oberfläche, mit Löchern versehen als
Trägerplatte für den letzten Anhänger.
Sacrodunum4
4. Rhein-Anschlussstück aus Metall, goldfarben und
strukturierter Oberfläche, mit Löchern versehen als
Trägerplatte für den untersten Holzbalken, einem „echten“
Stück der Holzbrücke.
Sacrodunum5

4. Aufnahme in die Gilde und Verleihung des Emblems

Die Verleihung des Emblems erfolgt in nachfolgenden vier Schritten:

1. Statuten mit Eynrittsliste, Aufnäher und Holzbrücke

Um in den Genuss der Statuten, des Aufnähers und der Holzbrücke zu kommen ist vom Schlaraffen eine Startfechsung im Reych Sacrodunum zu halten, in der er im weitesten Sinne einen Antrag an den Fungierenden stellt und darin erklärt, aus welchem Grund er in die Gilde der „Brückenbauer zu Sacrodunum“ aufgenommen werden möchte.

Kenntnisse über die hölzerne Rheinbrücke bzw. zum Brückenbau sind von Vorteil und können auf jegliche Art und Weise in die Startfechsung eingebaut werden. Nach wohlwollender Beratung der Oberschlaraffen wird dem Anwärter dieser erste Teil des Emblems vom Fungierenden ausgehändigt.

2. Rhein-Anfangsstück (bronze)

Bei Vollendung der ersten Runde müssen die Eynritte in alle bestehenden helvetischen Reyche auf der zuvor erhaltenen Eynrittsliste nachgewiesen werden.

Nach Prüfung auf Vollständigkeit und Korrektheit durch den Kantzler des Reyches Sacrodunum hat der Anwärter das Recht auf die Auszeichnung zur ersten Runde.

Um in den Besitz dieser ersten Auszeichnung zu kommen, ist vom Schlaraffen eine Schlussfechsung im Reych Sacrodunum zu halten, in welcher dieser seinen Anspruch auf diese hohe Auszeichnung geltend macht, über seine Ausritte in die helvetischen Reyche in Form einer Eigenfechsung berichtet und den hohen Thron des Reyches Sacrodunum um die Aufnahme in die Gilde der „Brückenbauer zu Sacrodunum“ bittet.

Nach wohlwollender Begutachtung und einstimmigem, positivem Entscheid der
Oberschlaraffen wird dem Ritter der Titul

„Brückenbauer zu Sacrodunum“

verliehen und mit entsprechender Urkundt, Emblem und bronzefarbenen Anhänger des Rhein-Anfangsstücks vom Fungierenden des Reyches Sacrodunum ausgehändigt.

Die Verleihung kann in jeder Sippung des Reyches Sacrodunum nach entsprechender Voranmeldung vorgenommen werden, bei Knappen und Junkern jedoch frühestens nach erfolgtem Ritterschlag.

3. Rhein-Mittelstück (silber)
Gelingt es dem Schlaraffen alle bestehenden helvetischen Reyche in ein zweites Mal zu besuchen, so verleiht ihm das Reych Sacrodunum den silberfarbenen Anhänger mit dem Rhein-Mittelstück, was eine ganz besondere Verbundenheit des Ritters mit dem Reych Sacrodunum und den helvetischen Reychen darstellt.

Der Ritter trägt damit den Titul

„Brückenbauer zu Sacrodunum (silber)“

4. Rhein-Abschlussstück (gold) und Holzbalken

Gelingt es dem Schlaraffen alle bestehenden helvetischen Reyche ein drittes Mal zu besuchen, so verleiht ihm das Reych Sacrodunum den goldfarbenen Anhänger mit dem Rhein-Abschlussstück und dem Holzbalken, was eine ganz außerordentliche und nicht mehr zu steigernde Verbundenheit des Ritters mit dem Reych Sacrodunum und den helvetischen Reychen darstellt.

Der Ritter trägt damit den Titul

„Brückenbauer zu Sacrodunum (gold)“

Nachweis und Verleihung wird in beiden Fällen analog dem ersten Anhänger durchgeführt.

5. Eintrag in die Stammrolle
Hinsichtlich des Eintrages „Brückenbauer zu Sacrodunum“ in die Stammrolle wird der Kantzler des Reyches Sacrodunum darauf achten, dass nur die jeweils letzte Auszeichnung ordnungsgemäß eingetragen ist.

Gegeben am 02. im Lethemond a.U. 155 in der Rasterburg zu Sacrodunum.

Das Oberschlaraffat

Rt Sündikuss, OI Rt Schneug, OÄ Rt Eisenhand, OK